Kreuzpreiselastizität

Die Kreuzpreiselastizität


Die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage gibt an, um wie viel Prozent die nachgefragte Menge eines Gutes sich ändert, wenn der Preis eines anderen Gutes um ein Prozent steigt. Das Vorzeichen kann darüber Auskunft geben, in welcher Beziehung die beiden Güter zueinander stehen.

Das Vorzeichen ist positiv, wenn es sich um Substitutionsgüter (gegenseitig ersetzende Güter) handelt. Wenn sich der Preis von Weizenmehl erhöht, steigt die nachgefragte Menge nach Roggenmehl.

Das Vorzeichen ist negativ, wenn es sich um Komplementärgüter (gegenseitig ergänzende Güter) handelt. Wenn sich der Preis von Druckern erhöht, sinkt die nachgefragte Menge nach Druckerpatronen, da beide Güter zusammen konsumiert werden.

Bei Gütern die in keiner Verbindung zueinander stehen ist die Kreuzpreiselastizität gleich Null.


Die Formel unterscheidet sich von der Preiselastizität der Nachfrage nur im Subskript:

Kreuzpreiselastizität Formel

Die Kreuzspreiselastizitätsformel ist ein Doppelbruch. Im oberen Bruch haben wir die Veränderung der Menge nach Gut i, geteilt durch die Menge von Gut i. Dies ergibt die prozentuale Veränderung der Menge.

Im unteren Bruch haben wir die Veränderung des Preises eines anderen Gutes j, geteilt durch den Preis, also die prozentuale Veränderung des Preises.

Um den Doppelbruch aufzulösen, multiplizieren wir mit dem Kehrwert. Der erste Bruch gibt uns die Ableitung der Nachfragefunktion von Gut i nach dem Preis von Gut j an. Nun ist der erste Bruch bei Substitutionsgütern positiv und bei Komplementärgütern negativ. Der zweite Bruch ist positiv, da wir positive Preise und positive Mengen annehmen. Wenn die Kreuzpreiselastizität groß ist, dann ist der Grad der Substituierbarkeit hoch. Wenn sie klein ist, ist der Grad der Komplementarität hoch. Besonders in der Wettbewerbsökonomie hat dieses Konzept eine große Bedeutung. Es lässt sich nämlich mit Hilfe dieser Elastizität angeben, ob die hergestellten Güter in Konkurrenz zueinander stehen.